Worum es geht

GenoGenial ist ein Dialog über Theorie und Praxis rund um das Thema "Zukunft in Genossenschaft". Wer ein Genossenschafts-Projekt konkret umsetzen möchte, der findet bei Genossenschaft-Online (GenOn) praktische Unterstützung.
Wir werden beraten von : SmartCoop Forschungsinstitut (SCFI) des MMWCoopo Bundesverband der Cooperations- und Genossenschaftswirtschaft, DEGP Deutsch-Europäischen Genossenschafts-u. Prüfungsverband, CoopGo Bund und zum Thema "Quer- u. QuantenDenken", vom QuantenInstitut (IWMC).
Wir empfehlen: Genossenschaft-Online (Die Gründer-Praxis) und GenoNachrichten (Berichte "Rund um das Thema Genossenschaften").

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30 November, 2020

MitUnternehmer-Genossenschaft – Mehr als ein Krisen-Bewältiger!

 


Das System „Konkurrenz“ schwächelt  – Teil 5 –

MitUnternehmer-Genossenschaft (MitGeno): Wie aus einer Krise eine Chance wurde.

Zur kurzen Erinnerung an Teil 4:

Wir gehen grundsätzlich (mindestens) von 2 Situationen bei MitUnternehmer-Genossenschaften (MitGeno) aus:

1.   Eine „MitGeno“ beginnt bereits als „Coop-Start“

2.   Eine „normale“ Genossenschaft wandelt sich – mit durchaus unterschiedlichen Motiven -  zeitversetzt, in eine MitGeno.

Allgemein gesagt, zeigen unsere Erfahrungen, dass sich z.B. ein „Startup-Vorbereitungs-Zeitraum“ durchaus verlängern kann, sofern man sofort als „MitGeno“ beginnen möchte. Aber der dann – zeitversetz - spätere „Arbeitsaufwand“ für einen zufriedenstellenden Umbau einer bereits bestehenden Genossenschaft in eine MitGeno, dauert  meist länger, abhängig von den „Wandel-Motiven“  

Wichtiger Hinweis:

Um keine Irritationen auszulösen, weisen wir darauf hin, dass die MitUnternehmen-Genossenschaft (MitGeno) nichts mit dem (steuerrechtlichen) Begriff „Mitunternehmer“ zu tun hat. Die Betonung liegt auf dem „Begriff“ des (tätigen) Unternehmers und dessen Selbstverständnis. Deswegen verwenden wir auch die Schreibweise „MitUnternehmer“

Anhand von 2 – praxisbezogenen - Situationen wollen wir Hinweise geben und Anmerkungen machen, was das Besondere einer MitUnternehmer-Genossenschaft ist, wie sie sich von einer „normalen“ Genossenschaft unterscheidet.

Dazu dienen uns:

 

A.   Der Gründungsprozess einer MitUnternehmer-Genossen-schaft (MitGeno) (Situation 1 – siehe Teil 4)

und

B.   Der Sanierungsprozess einer Genossenschaft, die mittels der „Umwandlung“ in eine MitUnternehmer-Genossenschaft (MitGeno), vor einer Insolvenz bewahrt wurde. (Situation 2).

Wir wollen es vorwegnehmen:

·         Es geht bei der MitUnternehmer-Genossenschaft nicht nur darum, das „Innenleben“ gemeinschaftsfähig zu gestalten.

·         Es geht – immer und zugleich – auch darum, die Verantwortung für das „Außen“ zu schärfen und nachzuweisen.

·         MitUnternehmer-Genossenschaften sind stets Teil des Kooperativen Wandels und dienen nicht dazu, die „Leidenszone“ der Konkurrenzgesellschaft – als „kooperatives Feigenblatt“ – zu verlängern.

Situation 2:

Wie eine Genossenschaft eine Krise überwindet …

(MitUnternehmer-Genossenschaft – MitGeno – zur Vermeidung von Insolvenz oder Liquidation einer „normalen“ Genossenschaft)

… Seit etwa 2 Jahren gehen bei der Handwerksgenossenschaft die Erträge zurück. Als ein größeres Bauvorhaben – an dem man als Sub-Unternehmer beteiligt ist – von dem Generalunternehmer „in Sand gesetzt“ wird, droht eine massive Krise. Die Genossenschaft ist nicht in der Lage, aufgelaufene Lieferantenverbindlichkeiten zu zahlen und die Lieferanten sind auch nicht bereit, neue Lieferungen zu tätigen und die Zahlungen längerfristig zu stunden. Dem bisherigen Vorstand werden massive Fehler vorgeworfen. Es kommt zu einer außerordentlichen Generalversammlung. Während der Vorstand sich dem „Schutz“ des Anwalts der Genossenschaft „versichert“, laden die übrigen Mitglieder einen „CoopCoach“ ihres Vertrauens ein.

(Schon diese Situation zeigt deutlich, dass kein wirkliches Vertrauen aller Mitglieder zueinander bestand).   

Nachdem die brisante Lage der Genossenschaft intensiv erörtert wurde, macht der Anwalt – im Auftrag des Vorstandes – folgenden Vorschlag:

·         Der Vorstand gründet eine GmbH. Er will von der Hausbank einen Liquiditätskredit besorgen. Als Sicherheit sollen werthaltige Bürgschaften (Grundstücke) der 2 (Alt-)Vorstände und des Anwalts dienen.

·         Die „Vorstände-GmbH“ macht allen übrigen (12) Mitgliedern ein „Übernahme-Angebot“. Dazu gehört auch, alle Genossenschafts-mitglieder mit einem neuen Arbeitsvertrag zeitnah in die neue GmbH einzustellen.

·         Die wichtigste Bedingung: Alles müsse sofort entschieden werden, sonst sei das Angebot hinfällig. …..

Auf weitere Einzelheiten kann hier verzichtet werden. Wir wollen uns auf die Lösung konzentrieren. …

Wohl gemerkt, bis zu diesem Zeitpunkt waren zwar  alle (14)  Beschäftigten der Genossenschaft zugleich Genossenschaftsmitglieder, hatten sich aber nicht wirklich um IHRE Genossenschaft gekümmert. Sie waren der Auffassung, es reiche aus, pünktlich den Lohn zu bekommen und einmal im Jahr zu einer Versammlung zusammenzukommen (Generalversammlung), weil danach meist ein „gemütliches Beisammensein“ mit den Familien folgte. …

(Eine solche Situation ist für eine MitGeno undenkbar!)

Der nachfolgende Verlauf einer atypischen „Krisenüberwindung“ ist nicht zu verallgemeinern. Hierfür gibt es zwar Beispiele, aber daraus lässt sich kein „Schema“ ableiten. Fast jede „Krise“ hat andere Hintergründe, hat andere Verläufe. Dieser Vorgang hat eine ganz spezielle „Dramaturgie“, weil er zeigt, dass es durchaus möglich ist, dass Menschen binnen kurzer Zeit aus einer Mentalität der:

·         Unterordnung

zu einer Mentalität der

·         Gleichordnung

aufzuwachsen können.

Die Annahme, dass Menschen sozusagen „stigmatisiert“ seien:

·         Entweder zu „Führen“

oder

·         „Geführt zu werden“,

 hat dieser Vorgang jedenfalls gründlich infrage gestellt. …

Wir schildern nachfolgend den „Sanierungsverkauf“ etwas ausführlicher, möchten jedoch anmerken, dass jede Krise andere Ursachen hat und jede Sanierung folglich auch andere Lösungen benötigen wird. …

Nochmals zur Erinnerung:

Als der „Re-Strukturierungs-Prozess“, also die Idee aufkam, in eine MitUnternehmer-Genossenschaft „umzuwandeln“, schien der „Karren“ ganz tief im „Dreck“ stecken und (scheinbar) keine Lösung mehr in Sicht zu sein. …

Weiter zum Verlauf des „Umstrukturierungsprozesses. …

Auf Vorschlag des „CoopCoachs“ begab man in (zwei) getrennte Versammlungen, einerseits der Rechtsanwalt mit dem (Alt-)Vorstand und andererseits der Coach zunächst mit dem Aufsichtsrat und danach sofort mit allen übrigen Genossenschaftsmitgliedern (außer dem Alt-Vorstand..

Dann setzte man die Generalversammlung fort. Zusammengefasst nahm die – wiederaufgenommene - Generalversammlung folgenden Verlauf und fasst folgende Beschlüsse::

·         Zunächst erneuerte der Anwalt des Vorstandes den Vorschlag, zur Gründung einer GmbH, deren 3 Gesellschafter die Mitglieder des alten Vorstandes und dem Anwalt der Genossenschaft sein sollten.

·         Zugleich sollten Vorverträge geschlossen werden, mittels derer allen Genossenschaftsmitgliedern ein Beschäftigungsangebot gemacht werden sollte.

Soweit das Angebot der „Alt-Vorstände“.

Außerdem sollten alle Mitglieder, ihre gesamten – wie der Anwalt meinte, wertlosen - Anteile an der Genossenschaft an vorgenannte 3 Personen (Vorstand/Anwalt) übertragen.

Eine Abstimmung dazu wurde – auf Empfehlung des „CoopCoachs – jedoch zunächst nicht durchgeführt, weil man intern über diese Vorschläge erst beraten müsse. …

 Nach einer fast 1-stündigen weiteren Versammlung der 12 Mitglieder, kam diese zu folgendem Ergebnis, mit dem – bis zu diesem Zeitpunkt - eigentlich niemand gerechnet hätte: 

·         Der „CoopCoach“ erklärte im Auftrag der Mitglieder:

o   Sofortige Ablösung des alten Vorstandes

o   Verweis des Rechtsanwaltes vom Betriebsgrundstück

o   Neuwahl eines Vorstandes und des Aufsichtsrates

o   Benennung des CoopCoachs zum Berater des neuen Vorstandes und Aufsichtsrates.

Man könnte natürlich darüber „diskutieren“, dass dies u.U. nicht „korrekt“ sei, nicht der ursprünglichen Tagesordnung der Generalversammlung entsprach, oder welche „rechtlichen Bedenken“ es noch geben könnte. …

Dies mag durchaus „richtig“ sein, aber hier ging es um eine „Ausnahme-Situation“.

Die 12 Mitglieder gingen bewusst das Risiko ein, dass die gefassten Beschlüsse gerichtlich überprüft würden (so der Anwalt des Vorstandes), die Mitglieder ließen sich nicht beeindrucken und schufen – wie man sagt – dringend notwendige Fakten!

Die Mitglieder fühlten sich „erstmals wohl“ in ihrer Genossenschaft, wie ein Mitglied dies treffend ausdrückte.

Wir wollen es abkürzen:

·         Die „Courage“ der Mitglieder wurde letztlich belohnt. …

Das Ergebnis zeigt mehr als „nur“ die Sanierung einer Handwerksgenossenschaft. Es zeigt vor allem, wie man mit „Not-Situationen“ umgehen sollte.

Man hat bzw. wir alle haben stets die Wahl, auch wenn es oft nicht so auszusehen vermag:

·         Uns unserer Souveränität bewusst zu sein und demgemäß zu handeln.

Wird hier nicht zum „Rechtbruch“ aufgerufen?

·         Ja, formal gesehen, war dies durchaus ein Rechtsbruch.

·         Nein, weil die Mitglieder nur die vorausgegangenen „Rechtsbrüche“ des Vorstandes korrigierten. Sie handelten sozusagen in „Notwehr“.

Anmerkungen-Hinweise:

 ·         Wer sich von (s-)einem Vorstand behandeln lässt, als würde es um „dessen“ Genossenschaft gehen, sollte – sich selbst prüfen – was bisher in „seiner“ Genossenschaft bisher „schiefgelaufen“ ist.

·         Dieses Beispiel zeigt, dass es auch anders gehen könnte.

·         Vorstände sollten die Verbindung zu denen, für die und in deren Auftrag sie wirken, nicht unnötig belasten.

·         Aus Sicht einer MitGeno sind solche (Fehl-)Entwicklungen eigentlich undenkbar. …

 Mehr zum Verlauf der Sanierung

 Der nachfolgende Weg zeigt deutlich, dass Menschen in „Krisen-Situationen“ durchaus in der Lage sind, weit über sich selbst hinauszuwachsen. Bedauerlicherweise jedoch meist erst, wenn es bereits eskaliert …

Der Erfolg stärkte und bestätigte die Mitglieder und zeigt:  

·         Es lohnt sich immer anzunehmen, dass man weit über das hinauswachsen kann, was man sich bisher – meist – von anderen einreden ließ, dass das unmöglich sei. ….

 Wir nehmen das Ergebnis vorweg: Das „Undenkbare“ wurde möglich.

 ·         Die bereits als „insolvent“ eingestufte Genossenschaft wurde erhalten und saniert.

·         Aus Mitgliedern wurden dabei „MitUnternehmer“!

 Nichts an dieser „Sanierung“, war eigentlich so, wie es „Lehrbücher“ gern darstellen.

 Alles begann mit dem Beschluss der 12 Mitglieder zu einer „Liquidation“.

Wichtig war:

·         Als Liquidator eine Person des Vertrauens zu finden. Dieser Liquidator war ein „Glücksfall“.

·         Einen „CoopCoach,“ sozusagen eine Art „Sub-Management auf Zeit“ einzubeziehen, quasi als „Trainer on the job“.

 Sowohl der Liquidator, wie auch der „CoopCoach“ stellte eine wichtige „Bedingung“ zur Übernahme ihrer Funktion:

 

·         Die Aufgabe sofort zu beenden, wenn Desinteresse bezüglich: Selbstverantwortung, Selbstorganisation und Qualifizierung zu erkennen sei!

 

Oder anders formuliert:

·         Man wollte sehen, ob die „MitUnternehmer“ wirklich bereit waren, IHRE Chance als (Gemeinschafts-)Unternehmer praktisch zu nutzen!

 Zuviel „Druck“ auf die Mitglieder?

Nein, denn es war jedem Mitglied freigestellt, die Genossenschaft zu verlassen.

Es war den Mitglieder einsichtig, dass  – zeitlich befristet – die Anforderungen erhöht werden mussten, um auf einen Level zu kommen, den man eigentlich von MitUnternehmern erwarten muss:

·         Jeder musste erkennen und entsprechend bereit sein zu Handeln: Als wäre dies „mein Unternehmen“!

Einige Hinweise zum Verlauf dieses (speziellen) „Umbau-Prozesses“, die

Krise als Chance sehen.

·         Im „Schnellkurs“ wurden – außerhalb der Arbeitszeit und ohne Geldausgleich - die neuen Vorstände und Aufsichtsräte geschult.

·         Für die Dauer des Sanierungsprozess, der auf 6 Monate festgelegt war, beschlossen alle Mitglieder – je nach sozialer Lage – auf 30% bis 50% ihres Lohnes zu verzichten. Das war „Vertrauen“ pur, was diese Mitglieder bereit waren, in ihre Zukunft zu investieren. Keiner wusste zu diesem Zeitpunkt, ob die Sanierung gelingen würde. …

·         Der neue Vorstand und Aufsichtsrat sah – aus Sicht von vielen „Zweiflern“ - schon ungewöhnlich aus. Keiner war geübt in diesem „Job“, alle Gremienmitglieder waren – wie man so sagt - „nur“ Beschäftigte und auch meist „nur“ Arbeiter!

 Hinweis:

 ·         Dies ist kein „Übungs-Material“, für Seminare.

·         Dies ist – nachprüfbar – geschehen in einer Handwerks-Genossenschaft, deren „MitUnternehmer“ nicht nur gestärkt,  eine (fast) aussichtslose Krisensituation überwanden, sondern das Unternehmen bis heute auf Erfolgskurs gehalten haben.

·         Alle sind seit diesem Zeitpunkt „echte MitUnternehmer“, d.h. sie entscheiden über alle wichtigen Unternehmen-sentwicklungen  gemeinsam.

·         Es gibt auch keine wirkliche Trennung in Vorstand-Aufsichtsrat-Übrige. Alle wichtigen Entscheidungen werden gemeinsam getroffen!

 Was könnte man daraus „lernen“?

 ·         Diese Situation gibt hinreichend Auskunft darüber, dass es eine Art „Vorurteil“ zu sein scheint, dass  „Arbeiter“ nicht in der Lage wären, „mitUnternehmerisch“ zu denken und zu handeln.

 Beide Beispiele zeigen:

·         Dass MitUnternehmer nicht (nur) „formal-qualifikatorisch“ definiert werden können.

·         MitUnternehmer zu sein, heißt vor allem Leidenschaft für Kooperation und Verantwortung in Koopeartion aufzubringen.

·         MitUnternehmer zu sein, hat viel mit Vertrauen zu sich selbst und zueinander zu tun.

·         Es ist vorrangig der menschliche Aspekt der zählt und ob es gelingt, eine gemeinsame Vertrauensgrundlage zu schaffen.

 Zum Vergleich:

 ·         In Beispiel 1 hat man getrennt in „Informierte“ und „zu Informierende“. So etwas – auch wenn es üblich scheint – ist dem „MitUnternehmer-Gedanken“ eher abträglich.

·         Das ist in Beispiel 2 völlig anders gelöst. Hier waren alle „informiert auf gleicher Augenhöhe“, es gab keine Unterschiede, die man gern als „notwendige Arbeitsteilung“ ausgibt, in Wirklichkeit jedoch signalisiert, dass (verdeckt) mittels Informationsvorsprung, selektiv Grade von „Über- und Unterordnung“ geschaffen werden.

·         Für Beispiel 1 würden wir raten, den „Gründungszeitraum“ nicht unnötig zu verkürzen. Es muss zunächst allen potenziellen MitUnternehmern deutlich sein, was sie wirklich von IHREM Unternehmen erwarten. Oft gibt es „geheime“ Vorbehalte, die einer bedingungslosen „Synchronisation“ aller Teilnehmer im Wege steht.

·         Ein „MitUnternehmerCoaching“ – unter Einbeziehung eines neutraler Spezialisten - wäre Grundlage dafür, um sozusagen noch einmal den „Startprozess“ zu beginnen. Auch wenn es etwas länger dauert, die erhoffte „WirKraft“ entsteht nur, wenn sich alle Teilnehmer „blind“ vertrauen können.

·         MitUnternehmerschaft in oder wegen einer Krise zu „implementieren“, muss quasi 2 Situationen berücksichtigen. Das eine ist die aktuelle „Krise“ und das andere quasi die danach folgende „Normalität“. Und genau diese „Normalität“ kann schwieriger sein, wie die Krise selbst. Das mag komisch klingen, ist aber nachvollziehbar und kann jeder bei sich selbst nachvollziehen. Den „Engagement-Level“ dauerhaft hoch zu halten, ist nicht ganz einfach. Zeitlich – im Voraus - festgelegte „Funktionswechsel“ können hierfür hilfreich sein.

 Ergänzende Hinweise:

 ·         Die in Genossenschaften gern gewählten „Muster-Vordrucke“ (Satzung, Förderrichtlinie, AGOs, GOs) sollten kritisch betrachtet werden, zumindest sollten diese regelmäßig auf den „Prüfstand“ gestellt und angepasst werden.

·         Schlussendlich sollte auch geklärt sein, ob man neben „MitUnternehmern“ auch „Nicht-MitUnternehmer“ beschäftigt. Wir würden eine solche „Doppelgleisigkeit“ nur während  „Probezeiten“ empfehlen. Am Ende von Probezeiten sollte konsequent entschieden werden: Aufnahme in den Kreis der MitUnternehmer oder Beendigung der Beschäftigung im Untenehmen. …

 Der MitUnternehmer / Die MitUnternehmerIn – auf den Punkt gebracht:

 ·         Menschen, die gern kooperativ wirken möchten.

·         Dies in einem (echten) Gemeinschaftsunternehmen tun wollen.

·         Menschen, die eine Trennung zwischen Über- und Unterordnung weitgehend auflösen wollen.

·         Menschen, die den Übergang von einer Konkurrenz- zu einer Kooperations-gesellschaft für richtig und wichtig halten.

Für solche Menschen ist eine „MitUnternehmer-Genossenschaft (MitGeno) – nicht nur beruflich die – eine wichtige (Lebens-)Entscheidung!

Man muss MitUnternehmerschaft wirklich – im tiefsten Inneren – wollen!

Nicht der äußere Rahmen, die Struktur ist entscheidend. Entscheidend ist das persönliche Gefühl

·         MitUnternehmer – „Das ist mein Ding“!

 

 Fragestellung: Studenten-AG  „Zukunftsfähige Wirtschaftskonzepte“

Frage (Auszug): 

Wir haben uns nach Unternehmensformen umgesehen, mit denen ein  „Kooperativer Wandel“ möglich sein könnte. Die Genossenschaft kommt wohl am ehesten in Frage. Nachdem wir uns näher mit Praxis und Theorie der Genossenschaften befasst haben, sind wir eher skeptisch, dass Genossenschaften nützlich für diesen Wandel sind. Schön, sie nutzen vielleicht zu einer besseren  Vermögensverteilung, aber ihr „Innenleben“ entspricht noch ganz dem der Konkurrenz. Könnt ihr uns den Unterschied erklären zwischen einer Genossenschaft und einer MitUnternehmer-Genossenschaft! Wo genauer liegt z.B. der Unterschied in Bezug auf den Umgang mit den Menschen, die in der Genossenschaft tätig sind? Und was ist die „WirKraft“, die kooperative Unternehmen den Konkurrenz-Unternehmen überlegen machen soll? ….

 (Hinweis: Wir veröffentlichen (siehe oben) einen Auszug unserer Antworten im Rahmen eines CoopMailCoachings),

Coop-Q

Die „Kooperative Quote“ zählt …

 

 

 

 „CoopInstitut – Die Wissenschaft des Kooperativen Wandels“ (CFI) c/o  IWMC QuantenInstitut - Internationale WissenschaftsCooperation für angewandte Quantenphysik - Kontakt:  info@quanteninstitut.de

Unsere Berater in Sachen Kooperation: SmartCoop ForschungsInstitut (SCFI) des MMWCoopGo Bundesverband der Cooperations- und Genossenschafts-Wirtschaft e.V.

 

Das System „Konkurrenz“ schwächelt – Teil 3 –


Welchen Nutzen können daraus Genossenschaften ziehen, z.B. MitUnternehmer-Genossenschaften?  


In den Teilen 1 und 2 sind wir darauf eingegangen, dass dem System Konkurrenz immer mehr gewichtige
„Legitimationsgrundlagen“ („Substanz der Rechtfertigung“) verloren gehen. Dazu gehören z.B.:

·         Das (hierarchische) Gottes-Bild“ steht zur Diskussion.

·         Die Quantenphysik weist nach, dass es keine „Hierarchie“ der „kleinsten Teilchen“ (Quanten) gibt und alle Teilchen miteinander – ohne Rücksicht auf Entfernung und Zeit und für immer – miteinander verbunden („verschränkt“) sind.

·         Außerdem gibt es - wissenschaftlich belegt – dass wir nur etwa 3% dessen wahrnehmen und als unsere „Realität“ definieren, von dem was tatsächlich – um uns herum - vorhanden ist.

·         Hinzu kommen weitere – schwerwiegende –  „Wissenschaftsbelege“, wie z.B. die unglaubliche Differenz zwischen der Informationsaufnahme unseres Gehirns und dem unseres  „Unterbewusstsein“. Während unser Gehirn lediglich 4 Bits/sec. aufnimmt, ist unser Unterbewusstsein in der Lage, Information im Umfang von 4 Millionen Bits/sec (!) aufzunehmen.

·         Außerdem weiß man um die Bedeutung von „Placebo“, nicht nur in der Medizin („Kraft des Glaubens“).

·         Die Biochemie erkennt gerade, dass unsere Gene doch nicht so unveränderbar sind, wie bisher angenommen. …

Die „Liste“ der wissenschaftlichen Erkenntnis-Erweiterung wäre beliebig fortzusetzen; und diese Dynamik nimmt zu.

So etwas muss förmlich die Frage „provozieren“:   

·         Lässt sich – aufgrund solcher Erkenntnis - wirklich noch eine Gesellschaft rechtfertigen (legitimieren), die Über- und Unterordnung, Gegen- statt Miteinander als für Menschen adäquat und „festgefügt“ unterstellt?

Oder sind das nicht vielmehr nur tradierte, aber unbewiesene Glaubensmuster, die nur noch deshalb Bestand haben, weil man sich eine kooperative Gesellschaft einfach nicht vorstellen kann oder will?

Wir haben in der Tat über Jahrhunderte angenommen und das trainiert, dass Menschen (naturgemäß) unterschiedliche Begabungen hätten, was dazu führen müsse, dass die einen über die anderen dominieren. Einige seien eben quasi zum Unternehmer „geboren“, während andere Anweisungen von diesen empfangen müssten. Nur in diesem „Bilde“ wären die „Abhängigen“ überhaupt  in der Lage, etwas  zustande zu bringen (herzustellen), was „Kunden findet und Kunden bindet“.

An dieser Stelle wäre eigentlich - eine längst auf der „Tagesordnung“ stehende Frage - notwendig:

·         Weshalb gibt es überhaupt unterschiedliche Begabungen und Interessen bei Menschen?

Um nicht missverstanden zu werden:

·         Wir fragen nicht nach Gründen, wir fragen nach dem SINN!

Die gängigen Sozialtheorien, nennen zwar viele Ursachen , aber geben keine Antworten zum SINN.

Das WARUM wird vielfältig umschrieben, aber selten wirklich erforscht und beantwortet.

Deshalb formulieren wir konkreter:

·         WARUM will der eine Mensch Unternehmer werden/sein und der andere Mensch gibt sich damit zufrieden, für ebendiese Unternehmer (abhängig) tätig zu werden/sein?

Weder die Quantenphysik noch andere Wissenschaftsbereiche geben hierzu Antworten. Man bemüht z.B. die „Milieu-Theorie“. Der eine Mensch ist halt in einer anderen (schwierigeren) sozialen Umgebung geboren und aufgewachsen. …

 Das aber beantwortet nicht die eigentliche Frage. Dass jemand in diesem oder jenen „Milieu“ geboren wurde, erklärt nicht WARUM ausgerechnet dort und nicht woanders? Es erklärt auch nicht, weshalb (potenzielle) „Unternehmer“ durchaus auch aus „schlechtem Milleaus“ kommen können und  umgekehrt.

·         Die WARUM-Frage – deutet darauf hin, dass wir Zweifel an den bisherigen Erklärungs-Muster haben.

Diese Zweifel haben wir in der Tat!

Wir überschreiten jetzt die Grenzen der traditionellen Wissenschaften und nähern uns einem „Menschen-Bild“, das eher die Erkenntnis der Quantenphysik nutzt, sozusagen „überdimensional“ ist. Nur dann kann die Frage nach dem WARUM beantwortet werden.

In diesem Kontext greifen wir auf ein „Menschen-Bild“ zu, das inzwischen von über 85 % der Weltbevölkerung akzeptiert und geglaubt wird:

·         Unser Leben endet nicht mit dem Tod. Es gibt eine Wiedergeburt, also einen „Daseins-Kreislauf“.

Man kann auch sagen:

·         85 % aller Menschen auf diesem Planet gehen von einem „Leben nach dem Tod“.

Wenn es ein „Leben nach dem Tod“ gibt, muss es – folgerichtig – auch ein

·         „Leben vor dem Tod“ geben!

Wir wollen das hier nicht weiter vertiefen, aber den „Konkurrenz-Theoretikern“ wäre wirklich zu empfehlen, solche Entwicklungen nicht einfach zu ignorieren. …

Wenn wir einen „Daseins-Kreislauf“ akzeptieren können, dann muss es auch erlaubt sein zu fragen:

·         Welchen Einfluss haben wir selbst auf die Gestaltung unseres (nächsten) Lebens?

·         Gibt es so etwas wie einen „Lebensplan“?

Und wenn ja – wovon wir ausgehen:

·         Wer gestaltet, entwickelt, legt diesen/unseren Lebensplan fest?

Dazu kann man wohl drei Annahmen treffen:

A.   Wir haben keinen Einfluss auf unseren Lebensplan, wir „stolpern“ irgendwie „zufällig“ ins Leben, werden „zufällig“ in dieses „Sozial-Milleau“ geboren und „durchleiden“ oder genießen vergnügt den nächsten Abschnitt zwischen „Leben und Tod“.

·         Wir haben selbst kompletten Einfluss und entscheiden uns irgendwo zwischen „Sonnenschein“ und „Unwetter“ zu leben.

·         Wir haben zwar keinen kompletten Einfluss, können jedoch die „Essenzials“ beeinflussen.

In allen 3 Situationen fehlt uns jedoch offensichtlich die Erinnerung (das ist jedoch eine andere „Sache“)….

·         „WARUM alles so kam, wie es gekommen ist?

Habt ihr schon einmal – und wenn nur ansatzweise – gehört, dass solche (oder ähnliche Fragen) in Schule, Gesellschaft oder Politik gestellt oder sogar ernsthaft diskutiert wurden?

Wahrscheinlich eher nicht.

Wer meint, das sei so etwas wie „geistiger“ (spirit-ueller) Blödsinn, der sagt eigentlich damit

·         Ich halte mich zurück, denn ich bin gerade dabei, die (bisher stabile) (Konkurrenz)-Welt aus den „Angeln“ zu heben. ..

Das geschieht bereits. …

Die „Sinn-Fragen“ wurden immer schon von Menschen gestellt. Nur wird  jetzt die Anzahl der nachdenklichen Menschen mehr und viele von ihnen sind noch ungewöhnlich jung. Veränderungen, die sich früher über Jahrhunderte hinzogen, benötigt heute nur noch wenige Jahrzehnte (oder sogar weniger). …

Die Frage nach dem SINN des Lebens steht immer mehr im Vordergrund des menschlichen Interesses. Wer das nicht glauben will, möge sich intensiver in den „Sozialen Medien“ umsehen oder mit Lehrern, Studenten oder Schülern sprechen. Auch die Eltern werden das bestätigen.

Und was sind unsere Antworten dazu?

Da wir uns hier eher auf die wirtschaftlichen Folgen konzentrieren wollen, fragen wir speziell dazu:

·         Welche der bekannten Unternehmensformen ist in der Lage, das zu integrieren, was wir derzeit in „Unternehmer und Arbeitnehmer“ ausdifferenzieren?

Was meinen wir damit?

Nun, zuvörderst möchten wir uns dazu bekennen, dass wir eher davon ausgehen, dass wir:

·         Unseren eigenen Lebensplan vor unserer Geburt maßgeblich mit- oder sogar komplett selbstverantwortlich gestalten.

Da die Quantenphysik lehrt, dass Zeit und Raum keine universalen, sondern (spezielle) Gesetzmäßigkeiten unserer Erde sind, dürfte von „Lebensplan-Gestaltern“ die gesamte Spanne ihres Lebens – zum Zeitpunkt der Planung - zu „überblicken“ sein. …

Wir stünden also z.B. vor folgenden Entscheidungen, die ein „Lebensplaner“ vor seiner erneuten Geburt stellen würde:

·         Da ich bereits in anderen Leben eine Menge Erfahrung in abhängigen (Arbeits-)Situationen gesammelt habe, möchte ich jetzt erfahren, wie es ist, unabhängig zu sein. Ich werde deshalb Unternehmer, mindestens jedoch „Top-Manager“.

·         Als Unternehmer war ich schon „unterwegs“, habe aber „Schiffbruch“ erlitten und bin ins Nichts gefallen. Nie wieder Unternehmer!

·         Ich war Abteilungsleiter von 4 großen Abteilungen. „Über“ mir gab es nur noch den Vorstand. Ich wäre gern diesmal „Unternehmens-Vorstand“.

·         Ich war bisher in Sozialberufen tätig, meist bei staatlichen oder karitativen Einrichtungen. Als Unternehmer habe ich keine Erfahrung. Warum eigentlich nicht diesmal?

·         Ich kann mich nur an meine vielen Soldatenzeiten erinnern. Nie wieder will das erleben. Warum nicht diesmal die „Wirtschaft“ erleben; egal in welcher Funktion.

Das sind Beispiele, die zeigen, welche vielschichtigen Hintergründe gegeben sind, die allesamt die Entscheidung beeinflussen, WIE und WARUM sich Lebens-Biographien so oder anders entwickeln.

Die „Startposition“ – diese oder eher jene Familie – zu wählen wird, nicht unwesentlich von solchen „Vorerfahrungen“ beeinflusst. Aber sie sind weniger entscheidend, als oftmals gedacht. …

Beispiele:

Wer bereits Erfahrungen gesammelt hat, in ein „Unternehmer-Leben“ zu starten, dies aber stets aus einer „Unternehmer-Familie“ heraus, könnte vielleicht erfahren wollen, dass man auch Unternehmer werden kann, wenn man in ein „schlechtes“ Familien-Milieu hineingeboren (inkarniert) wird.

Jedes neue Leben „Sinn machen“ um neue Lebens- und damit Lern-Erfahrungen zu machen. …

Zugegeben wir machen jetzt einen Gedanken-Sprung, wir wollen abkürzen. …

Wir fragen deshalb:

·         Gibt es z.B. eine Unternehmensform, in die die meisten oder sogar alle 5 der vorstehend – zur „Planung anstehenden“ Lebenserfahrungen so zu integrieren wären, dass die „alten“ Erfahrungen genutzt und zugleich neue Lebenserfahrungen (diesem Leben) hinzugefügt werden könnten?

Wir sind sicher, dass bisher recht selten in dieser Form „Sozial- oder Berufswahlforschung“ erfolgt ist.

Wir sind außerdem recht sicher, dass eigentlich nur eine – der derzeitig bekannten – Unternehmensformen, diesen Zielen halbwegs entsprechen kann:

·         Es ist Rechtsform einer Genossenschaft!

Auch hier sind wir sicher, dass bisher bei Gründung einer Genossenschaft noch niemand solche „Beweggründe“ vor Augen hatte – oder doch?

Eine Genossenschaft bietet sowohl unternehmerische, wie auch nicht unternehmerische Rollen an.

Sichtweisen dazu:

·         Alle Mitglieder sind Unternehmer (MitUnternehmer)

·         Alle Mitglieder können wählen, ob sie eher eine  unter-nehmerische oder eher eine nicht so sehr unternehmerische Funktion übernehmen wollen.

·         Alle Mitglieder können zwischen beiden Situationen wechseln, ohne das Unternehmen zu wechseln.

·         Alle Mitglieder haben auf die betriebliche (produktspezifische) Ausrichtung und die „betriebsklimatische“ Gestaltung „ihres“ Unternehmens gleichermaßen Einfluss.

Bei allen anderen Unternehmensformen, gleich ob Einzelunternehmen, KG, GmbH oder AG, dort  gibt es nur „entweder- oder“, selten „sowohl als auch“.

Um keine Missverständnisse aufkommen zu lassen:

·         Die vorstehende „Durchlässigkeit“ zwischen Führung und „Geführten“ macht auch für Wirtschafts- oder Sozial-Theoretiker Sinn, die nichts von „Reinkarnation“ oder „Lebensplanung“ halten.

Genossenschaften scheinen jedoch bisher eher zögerlich diese Chance als solche erkannt zu haben. Meist fühlen sich (vor allem) „Gründer“ als „geborene“ Vorstände und können sich kaum vorstellen, in der Genossenschaft zu bleiben, wenn sie keine Vorstände mehr sind. Auch die übrigen Mitglieder (besser: MitUnternehmer) zeigen bisher wenig Ambitionen, sich sozusagen systematisch auf eine mögliche „Führungs-Rolle“ vorzubereiten. …

Halten wir als Zwischenergebnis fest:

·         Wer den Kooperativen Wandel ernsthaft will, sollte nicht auf den (Konkurrenz-) Staat warten, bis dieser entsprechende Förderprogramme „auflegt“ (was er kaum tun wird, solange er sich als „Konkurrenz-System“ versteht).

·         Wer den Kooperativen Wandel unterstützen möchte, der sollte beginnen, in „seiner“ Genossenschaft für personelle „Durchlässigkeit“ zu sorgen, vielleicht  zeitlich definierte  „Funktions-Rochaden“ einplanen oder entsprechende (Förderzweck-) Qualifizierungen vorsehen. …

Um Geist und Blick in jeder Genossenschaft zu schärfen, sollte man auch nicht mehr von „Mitgliedern“, sondern deutlicher von „MitUnternehmern“ sprechen und diesen Begriff auch in den entsprechenden Dokumenten fixieren (Satzungen, Geschäftsordnungen, Richtlinien, etc.) Der Begriff „MitUnternehmerversammlung“ signalisiert andere Impulse, wie der Begriff „Generalversammlung“. Noch sind sich die „Mitglieder“ bei weitem nicht bewusst, dass sie alle eigentlich auch selbst „Generäle“ sind, die sich versammeln. …

Fassen wir zunächst zusammen:

Welche Theorie man auch immer unterstellt zu dem, WAS ein Mensch ist, WARUM er ist und welchen SINN seine Existenz hat (haben könnte), kommt man recht schnell zu der Einsicht, dass ein Leben „in“ oder „für“ Konkurrenz nicht wirklich gemeint sein kann. Zum einen macht es keinen Sinn, sich so zu verhalten wie „Blattläuse“ dies tun: Sie fressen sozusagen ihre eigene Existenzgrundlage auf. ...

Die Konkurrenzwirtschaft scheint viel mit diesen „Blattläusen“ gemein zu haben, eine Kooperationswirtschaft würde längst umgesteuert haben. Wer für „sein“ Unternehmen verantwortlich ist, achtet nicht auf kurzfristig „Super-Renditen“, sondern legt Wert auf Dauerhaftigkeit der Existenzgrundlagen – nach innen und außen.

Wer wirklich „Lebenserfahrungen“ – gemäß Lebensplan – machen will, sollte auch mit Entscheidungsprozessen zu tun haben.

Wer immer nur die „Anweisungen“ Dritter (Fremd-Eigentümer) ausführt,  sozusagen  nur „im Leben“ eines anderen Menschen (dem Unternehmer) mitwirkt, macht natürlich auch Erfahrungen, aber die wenigsten davon basieren auf Selbstentscheidung und Selbstverantwortung.

So gesehen kann man durchaus sagen:

·         Die Konkurrenzgesellschaft blockiert wichtige Grundlagen für wertvolle Lebenserfahrungen. Der so wichtige „Freie Wille“ z.B. gilt lediglich für einen Bruchteil der Menschen, z.B. die Unternehmer.

·         Die Konkurrenzgesellschaft trainiert auch nicht die Übernahme von Verantwortung im Leben

·         Und letztendlich ist das Prinzip „Gegeneinander“ kein Trainingsfeld, um aus Einsicht und Selbstverantwortung ein zukunftsfähiges Wirtschaften zu gestalten, auch über Grenzen und „Blöcke“ hinweg, den „Eine Welt Gedanken“ zur Wirkung zu bringen

 Wie „wider-menschlich“ Konkurrenzwirtschaft wirkt, erkennt man unschwer daran, dass Menschen sich „krank melden“ auch wenn sie nicht immer  krank sind, um der Konkurrenz-Tätigkeit zu entkommen. Das Thema  „Absentismus“ drückt aus, was gemeint ist. …

Das Ende der „LebenmsArbeitszeit“ wird förmlich herbeigesehnt – zumindest bei den meisten, die so ihre Lebenszeit nutzen.

Und die Bilanz dieser Zeit?

·         Wir haben irgendwie am Leben teilgenommen

·         Lebensplan verfehlt oder nicht verfehlt?.

Wir haben Zweifel, ob ein (selbstgewählter) „Lebensplan“ so aussieht!

Auch erkennen wir nicht, dass das (große) Universum oder das „kleine“ Universum (unser Körper) jemals (dauerhaft) konkurrierend in Aktion gewesen sei. …

·         Unser Körper würde mit dem „System Konkurrenz“ wohl nicht mehr als vielleicht 5 Minuten (!) überleben.

Es bedarf zeitnah der Einsicht, dass wir Einheiten benötigen, die nicht den Interessen weniger, sondern vieler, letztlich dem Ganzen,  folgen.  

Genossenschaften verkörpern am ehesten solche Prinzipien, auch wenn die derzeitig – real existierenden – Genossenschaften erst wenig davon ausstrahlen.

Wir wollen in Bezug auf das Thema „Genossenschaften“ komplett Teil 4 nutzen, sozusagen den „Praxisteil“ gestalten.

Her ging es zunächst lediglich darum,  festzustellen, warum und dass es im Konkurrenz-System bereits „Quasi-Alternativen“, sozusagen „kooperative Wirtschaftseinheiten“ gibt. Wir wollen jedoch auch nicht verhehlen, dass diese – derzeit - erst „unteroptimal“ wirken.

·         Und womit könnte man Genossenschaften am schnellsten und wirksamsten  optimieren?

Ein wichtiger Schritt in diese Richtung ist Genossenschaften zu sogenannten:

·         „MitUnternhmer-Genossenschaft“ zu entwickeln! 

Wie man Genossenschaften im Übergang von der „Konkurrenz-Gesellschaft“ zur „Kooperations-Gesellschaft“ auf und ausbaut, werden wir – wie bereits erwähnt - im Teil 4 erläutern.

Halten wir hier  zunächst fest:

·         Genossenschaften sind zwar derzeit (noch) eher „Stabilisatoren“ zur Verlängerung der konkurrierenden Leidenszone.

·         Genossenschaften verfügen aber auch bereits jetzt über wichtige Potenziale, um sie zu befähigen, die Zeit für einen schnelleren kooperativen Wandel zu verkürzen.

Wenn die MitUnternehmer-Genossenschaft konsequent zu einer Art:

·         „Mut-Unternehmer-Genossenschaft“ ausgebaut wird, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass dann nicht nur ein weiteres wichtiges „Legitimations-Vehikel“ für die Konkurrenz-Gesellschaft wegfällt, sondern ihre „Strahlkraft“ sogar Gewerkschaften überzeugen kann, von (derzeit) einer Organisation in „Gegnerschaft“ zu einer Organisation zur „Förderung von Kooperation“ zu „mutieren“.

 Falls es zum Thema „MitUnternehmer-Genossenschaft“ spezielle Fragen gibt, könnt ihr sie gern stellen.

      

 Fragestellung: AK in einer Bürgergenossenschaft (soziale Ausrichtung)

Frage (Auszug): 

 Wir sehen die Lage zu einer kooperativen Veränderung (Umfeld) als beinahe hoffnungslos. Wir machen uns keine Illusionen über einen zeitnahen „Kooperativen Wandel“. Was macht euch so sicher, dass wir den noch zu Lebzeiten erfahren werden? …

 (Hinweis: Wir veröffentlichen (siehe oben) einen Auszug unserer Antworten im Rahmen eines CoopMailCoachings),

Coop-Q

Die „Kooperative Quote“ beeinflussen …

 

 

 

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