Worum es geht

GenoGenial sind eine Art "Dialog" über Theorie und Praxis rund um das Thema "Zukunft in Genossenschaft". Zum Schutz der Fragesteller veröffentlichen wir keine Namen.
Wir werden beraten von : SmartCoop Forschungsinstitut (SCFI) des MMWCoopo Bundesverband der Cooperations- und Genossenschaftswirtschaft, dem DEGP Deutsch-Europäischen Genossenschafts-u. Prüfungsverband und zum Thema "QuantenDenken" vom QuantenInstitut (IWMC).
Wir empfehlen gern: www.genonachrichten.de , Berichte "Rund um das Thema Genossenschaften".

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22 September, 2020

Raiffeisen: Meine Banken jetzt „Eventus-Banken“ – Nein danke!


 

Die Bundesrats-Initiative von Baden-Württemberg – als Antwort auf den „Eventus-Betrugs-Fall“ - könnte dazu führen, das gesamte deutsche Genossenschaftswesen auf den „Prüfstand“ zu stellen, zumindest das der Raiffeisen- und Volksbanken. Zur Erinnerung: Bei Eventus wurde ein Schaden für Genossenschaftsmitglieder in Höhe von 10 Mio. EU verursacht. Der Vermögensschaden für Genossenschaft-Mitglieder in Raiffeisen- und Volksbanken könnte sich sogar – auf die unglaubliche Summe - von mehrere Milliarden EU belaufen!  Der Grund: Die fatale Verschmelzungssstrategien des Bankenverbandes (BVR) und der Genossenschaftsverbände im DGRV, zuvörderst der „Genossenschaftsverband der Regionen“. Es geht um „enteignungsgleiche Eingriffe“ in das Vermögen der „wegverschmolzenen“ Bankgenossen. Aber es geht noch um viel mehr: Seit Jahren wird den Mitgliedern in (fast) allen Raiffeisen- und Volksbanken (mit aktiver Duldung der Prüfungsverbände) die Mitgliederförderung verwehrt und es ist davon auszugehen, dass das auch weiterhin geschieht. Dabei sollte bekannt sein, dass eine „Verzinsung der Geschäftsanteile“ keine Mitgliederförderung ist!

Droht also nach dem „Eventus-Skandal“ nun ein – ungleich größerer – ein „Genossenschafts-Banken“- Skandal“? Das rüttelt sogar an den Grundfesten von F.W. Raiffeisen, der die Mitgliederförderung als „Existenz-Grundlage“ für Genossenschaften und Genossenschafts-Banken sah. Jetzt sogar von „Eventus-Banken“ zu sprechen, könnte deshalb angebracht sein, weil der Begriff „Eventus“ – bisher für „Genossenschaft“ stand, die keine Mitgliederförderung kannte und das Vermögen ihrer Mitglieder ständig schmälerte. Und genau das scheinen Raiffeisen- und Volksbanken in massiv gesteigerter Form – und mit Unterstützung der Staatsaufsicht - zu praktizieren. Aus „Versehen“ oder mit (beratener) Absicht, mogelt sich die BR-Initiative des Landes an der eigentlichen Thematik vorbei: Bei „Eventus“ war das wirkliche Problem, eine völlig (oder absichtlich) fehlende Mitgliederförderung. Natürlich geht es auch um „Grauen Kapitalmarkt“, aber das ist im Vergleich zur fehlenden Mitgliederförderung eher nachrangig. Wir gehen derzeit davon aus, dass – aus Rücksicht auf die Genossenschaftsbanken – dies bisher im BW-Landtag (absichtlich) nicht diskutiert wurde. Denn wenn man „Eventus“ auf „Mitgliederförderung“ untersucht hätte, wäre keiner auf die Idee gekommen, ausgerechnet die Qualitätssicherung der Wirtschaftsprüferkammer (WPK) als „Skandal-Vermeidungseinrichtung“ zu wählen. Denn die duldet „Qualitätssicherung“ für Genossenschafts-Banken schon seit Jahren ohne Mitgliederförderung und soll das jetzt – noch engagierter – tun? Man treibt sozusagen den „Teufel mit dem Belzebub“ aus. Wenn jemand wirklich eine Lösung sucht, dann könnte ein Blick in den § 81 GenG lohnen: Genossenschaften, die ihre Mitglieder nicht fördern, müssen deren Verwaltungsorgane (Vorstände/Aufsichtsräte) ablösen und die Genossenschaft ist  dann, von Gesetzes wegen, durch die Landesbehörde aufzulösen. Der Grund: Genossenschaften ohne Mitgliederförderung sind keine Genossenschaften – analog Eventus. Jetzt ist der Gesetzgeber gefragt! Der Fall „Eventus“ könnte mehr für Deutschlands Genossenschaften auslösen, wie bisher gedacht. Alles begann in Baden-Württemberg mit einem Untersuchungsaussschuß – für 10 Mio. – Schaden. Im Vergleich zu einem Schaden in Höhe von mehreren Milliarden EU geradezu „kläglich“. Jede Aufsichtsbehörde, die künftig die fehlende Mitgliederförderung ignoriert, könnte sich sogar selbst „schadenersatzpflichtig“ machen. Der Fall „Eventus“ ist an der „Staatshaftung“ bereits  recht nahe dran … Jetzt könnte ein „GenoBanken-Watch“ angebracht sein. Analog von „Eventus“ kann jetzt Baden- Württemberg zeigen, dass man wirklich auf Seiten der Bürger und zugleich der vielen betroffenen Genossenschaftler steht. Wie wäre es mit einer „Bestandsaufnahme“ der Landes-Aufsichtsbehörde  bei allen Genossenschaftsbanken im Land Baden Württemberg? Und danach könnte man die bereits beim Bunderat vorliegende Initiative wohl merklich überarbeiten! Die Gefahr, im eigenen Bundesland auf viele „Eventus-Banken“ zu stoßen ist wahrscheinlich. Wenn sich jedoch erst – wie im Falle „Eventus“ geschehen - „Geschädigte“ (die zugleich auch Bürger des Landes sind) zusammenschließen, drohen Landtagsdebatten und Schadebersatz-Prozesse mit ungewolltem Ausgang. Auch geschäftstüchtige Anwaltkonsortien wissen inzwischen recht genau, wie man ohne Risiko, öffentlichkeitswirksam Prozesse führt. …

Um das zu vermeiden,  sollte man zeitnah prüfen, eine „Landesschlichtungsstelle“ einzurichten und BVR und DGRV und  die betroffenen Banken auffordern, einen „Schadensausgleichs-fonds“ für „Geschädigte Genossenschaftsmitglieder“ zu bilden. Als erstes Zeichen für eine Verhandlungslösung könnte sein, alle Raiffeisen- und Volksbanken und den zuständigen Genossenschaftverband aufzufordern – bis zur Klärung der Landesschlichtungsstelle - keine Verschmelzungen zu genehmigen und die Prüfungsberichte von Bankenprüfungen in Bezug auf die Mitgliederförderung durch die Landesaufsichtbehörden beurteilen zu lassen. …   

GenoGenial – So geht Zukunft

Frage/Situation

Es muss doch in diesem Land möglich sein, Bereiche zu finden, die nicht „Versumpft“ sind. Ausgerechnet bei Genossenschaftsbanken findet man einen „Sumpf“ von Betrug und Misswirtschaft vor, den man eigentlich nur in der „Gegeneinander-Wirtschaft“ erwartet. Eigentlich gehörten diese Art von Genossenschaftsverbänden aufgelöst. Ass man ihnen sogar das Privileg gibt, zu „Prüfen“ und sie bei Gesetzgebungsvorhaben zu Wort kommen lässt, zeigt wie „versumpft“ Gesellschaft und Genossenschaftslobby sind. …

18 September, 2020

QualitätsKontrolle von Genossenschaften – absurder geht immer?!



Stell dir vor, du bringst dein Auto zum TÜV. Der TÜV hat eigentlich den Auftrag die „Verkehrssicherheits-Qualität“ zu prüfen. Das ist der Grund, warum es ihn gibt. Aber genau das würde er nicht tun. Unvorstellbar daneben – oder? Und für sein (absurdes) „Fehlverhalten“ würde er sogar noch Gebühren erheben. Man würde den Gesetzgeber irgendwie für …. halten, sicher zu Recht.

Autofahrer und Automobilclubs würden „Amok laufen“.

So etwas kann es eigentlich nicht geben. Nun es gibt es wohl nicht für Autos, aber demnächst – so die Vorstellung der Politik - für Genossenschaften! Was bei den Autos die Verkehrssicherheit ist, ist für Genossenschaften die „Mitgliederförderung“. Es geht um den Kern, warum es überhaupt Genossenschaften gibt. Ohne diese Besonderheit der Mitgliederförderung würde es keine Genossenschaft (eG) geben bzw. wären solche, die ihre Mitglieder nicht fördern,  einfach aufzulösen. Um die – direkte und indirekte - „Staatskontrolle“ für Genossenschaften zu erhöhen, kam kürzlich sogar die Idee auf, demnächst ALLE Genossenschaften einer „Qualitätskontrolle“ zu unterwerfen. Und es soll alles geprüft werden – außer der Mitgliederförderung - also dem „Herz“ von Genossenschaften. Und zuständig dafür soll die Wirtschaftsprüfer-Kammer (WPK) werden, also eine indirekte Staatskontrolle. Seltsam genug, dass eine Einrichtung für Wirtschaftsprüfer dafür zuständig sein soll, die Qualität von Genossenschaften zu beurteilen. Nun, diese Art von „Qualitäts-Prüfung“ (ohne Mitgliederförderung!) gibt es schon länger, jedoch nur für große Genossenschaften. Jetzt – so die neue Staatsidee – will man alle Genossenschaften kontrollieren. Und das Absurde: Es soll alles geprüft werden, nur nicht das „Herz“ der Genossenschaften - die Mitgliederförderung.

Automobilclubs würden „Amok“ laufen, ihre Lobby mobilisieren, Anzeigenkampagnen „lostreten“. Verbände im Genossenschafts-bereich schauen – ganz in „Raiffeisen-Tradition“ – einfach weg. Sollte man eingedenk solcher Zustände nicht doch lieber empfehlen, keine Genossenschaft zu gründen, eher eine andere Rechtsform zu wählen oder ein neues Auto zu kaufen? Nein, ganz sicher nicht, aber es ist dringend an der Zeit, dass Genossenschafts-Mitglieder aufwachen! Sie müssen jetzt beginnen ihre Verbände zu mobilisieren, ihre Genossenschafts-Vorstände und Aufsichtsräte zu aktivieren und ihre Wahlkreis-Abgeordneten mit diesem Blödsinn zu konfrontieren. Es gibt 21 Millionen Mitglieder in Genossenschaften. Wenn denen „ihre“ Genossenschaft wichtig ist, wäre es jetzt an der Zeit, endlich deutlich zu sagen: Staatskontrolle – Nein danke! Das können wir – und viel besser – selbst!. Die Genossenschaften in fast ganz Europa“, „schaffen es“ – aus Tradition – sehr gut selbst. Sie haben keine „Staats-Kontrolle“ und würden sich auch strikt dagegen wehren. Die Folge: Der Genossenschafts-Sektor „boom“ in diesen EU-Staaten. Er „dümpelt“ aber in Deutschland. Trotz oder wegen der „Staatskontrolle“. Diese EU-Staaten haben eben keine (staatsorientierte) „Raiffeisen-Tradition“. Sie denken einfach aus der Sicht von „Selbstorganisation-Selbstverantwortung-Selbstbewusstsein“. Seien WIR (hier in Deutschland) endlich das WIR -  das stolz und überzeugt - sagt: „WIR schaffen das – Staat halte dich daraus!“             

 

GenoGenial – So geht Zukunft

Frage/Situation

Wir haben von der Initiative des Landes Baden-Württemberg gegen die genossenschaftliche Selbstverwaltung gehört. Wir konnten kaum glauben, wie naiv und dümmlich sogar Politiker der „Grünen“ sind. Das ganze Dokument gipfelt darin, dem Staat noch mehr Kontrolle über Genossenschaften zu geben, wie bisher. Wer – wie zahlreiche unserer Aufsichtsratskollegen – genossenschaftliche Freunde z.B. in Spanien, Frankreich oder Italien hat, der weiß, dass dort ein wahren „Run“ der Menschen pro Genossenschaften ablkäuft. Wir haben mit denen schon oft über Genossenschaften in Deutschland diskutiert. Sie sind erstaunt, was sich in Deutschland Genossenschaften so alles gefallen lassen. Naja ist eigentlich bei dem, wie schon der Herr Friedrich Wilhelm Raiffeisen dachte, nicht überraschhend. Der wusste schon, wie obrigkeitsgläubig der „Deutsch-Mensch“ ist. Leider ist von dessen Menschne-Bild nur ein kleiner Ausschnitt – wenn überhaupt - bekannt. …

15 September, 2020

Württembergs „grünäugige“ Staats-Genossenschafts-Idee

 


 

Raiffeisen hätte seine wahre Freude an solchen Ideen gehabt. Damals „schwächte“ Raiffeisen mit seiner staatsnahen Genossenschafts-Idee die aufkommende Arbeiterbewegung. Dann arrangierten sich seine Nachfolger zügig mit dem faschistischen Staat. Nach 1945 blieb alles beim Alten, vor allem die „intelligente“ Staatsaufsicht in Verbindung mit einer Zwangsmitgliedschaft jeder Genossenschaft in einem Prüfungsverband. Dass ausgerechnet eine von GRÜNEN „geführte“ Landesregierung, den Raiffeisen noch „toppen“ könnte zeigt zweierlei: Den Raiffeisen hat bis heute eigentlich niemand wirklich verstanden und die EU-Länder wissen, warum sie sich von der Raiffeisen-Idee fernhalten. …

Also gut, wir wissen jetzt wenigstens recht genau, was mit Genossenschaften geschehen könnte, wenn diese „Grünen“ mit Macht im „Bund“ „spielen“ dürfen. …

Wer hätte gedacht, dass die derzeitig in Deutschland schon üppige „Staatsaufsicht“ bei Genossenschaften noch mehr auszubauen wäre. Die Bundesratsinitiative Baden-Württembergs zeigt, dass das und wie das geht. Der Begriff „Staatsgenossenschaften“ ist durchaus erlaubt, wenn man sieht, wie fast jede noch bestehende Form von „Selbstorganisation“ strikt unter „Staatsaufsicht“ genommen wird. Mensch Raiffeisen, das muss dich doch freuen!

Während fast alle Länder der EU stolz darauf sind, genau diese „Staatsaufsicht“ aus Genossenschaften herauszuhalten, geht man in Deutschland noch einen Schritt weiter und verschräft die bereits  bestehende „Staatsaufsicht“ zur quasi „Staatskontrolle“. Die vor einigen Jahren gefeierte „Bürokratie-Erleichterung“ bei Genossenschaften wird nicht nur zurückgenommen. Aus einem „Bürokratieabbau“ wird eine drastische „Bürokratie-Verschärfung“: Jede Genossenschaft, egal was sie tut, , wie klein sie ist, ob wirtschaftlich sozial oder kulturell motiviert, die Gründer müssen sich bereits in der Gründung für ihre Aktivität „rechtfertigen“! Frankreich, Italien, Spanien, usw., diese Länder sind stolz auf die Selbstorganisationsfreiheit ihrer Genossen-schaften. Ihr Weg ist erfolgreich: Das Genossenschaftswesen in diesen Ländern boomt.

Anders in Deutschland: Staatsaufsicht und Pflichtmitgliedschaft in staatlich kontrollierten Prüfungsverbänden – also ganz im Sinne von Raiffeisen – haben bereits jetzt das Gegenteil bewirkt: Der Genossenschafts-Sektor „dümpelt“ dahin. Es lohnt sich wirklich, die „BR-Initiative“ von Württemberg genauer zu lesen. Fast könnte man meinen, der „Raiffeisen“ habe persönlich „Schreibhilfe“ geleistet. …

Nun denn: Der Weg ist eigentlich klar. Deutschland verstößt jetzt noch weitergehender gegen EU-Ideen. Das Ziel sollte es jetzt sein, die EU aufzufordern, endlich den fatalen „Sonderweg“ (von Deutschland und Österreich) in Sachen Genossenschaftsrecht zu beenden. Auch eine Verfassungsklage könnte Sinn machen. Schade eigentlich, dass ausgerechnet die GRÜNEN auf mehr Staat, statt mehr Selbstverantwortung der Menschen setzen. Das wird - besonders bei der Jungen Generation – zu Recht viel Nachdenklichkeit bei den Bundes-Wahlen im nächsten Jahr auslösen …

GenoGenial – So geht Zukunft

Frage-Situation:

Wir haben uns eingehend mit Genossenschaften, weltweit und besonders in Europa und Deutschland befasst. Wir haben vor allem auch in den Annalen von Raiffeisen und Schulze-Delitzsch geblättert. Auch die Schriften von Wilhelm Kaltenborn sind sehr aufschlussreich. Besonders die Zeit des Faschismus ist interessant. Und das hat sich wirklich bis heute irgendwie fortgesetzt. Wenn man das alles verdaut hat und das mit der heute erzählten Story über Herrn Raiffeisen vergleicht, fällt nur eins ein:

·       Weg mit diesem „Staatlichen Speichellecker“.

Wir stellen gern Interessenten entsprechende Belege zur Verfügung, aus denen sehr klar wird, in welchem Sinne Raiffeisen wirklich gearbeitet hat. Jetzt wird uns auch klar, warum man sich vor einer europäischen Vereinheitlichung des Genossenschaftswesens in Deutschland scheut und warum in anderen EU-Ländern man die „Nase“ rümpft, wenn jemand meint, mit „Raiffeisen“ punkten zu können. …

Wir hatten ursprünglich gedacht, mit den in Deutschland bestehenden Genossenschaftsinstituten zusammen zu arbeiten. Aber als wir erfuhren, dass diese Institute von Raiffeisen-Banken finanziert werden, haben wir Abstand davon genommen. Dort wird nur „stromlinienmäßig“ „geforscht“. Als wir im Net recherchierten mit dem Begriff „GenoGenial“, sind wir auf eine Seite von „Raiffeisen-Schüler-Genossenschaften“ gestoßen. Habt ihr damit etwa auch irgendwie? …

Bisher haben wir wirklich gedacht, es ist gut, bei einer Raiffeisen-Bank ein Konto zu haben. Das lässt sich sicherlich korrigieren. …

Wenn das ganze Genossenschafts-Paket in Deutschland immer noch im Raiffeisen-Hurra-Stil läuft, können wir fast garantieren, dass sich kein „Nachwuchs“ für Genossenschaften findet. Der Altersdurchschnitt der Raiffeisenbanken soll bereits zwischen 60 und 70 Jahre liegen. Es gibt wirklich einiges zu tun, um Genossenschaften (wieder) für Studenten und Jugendliche attraktiv werden zu lassen. Soweit wir wissen, will man das Genossenschaftgesetz noch „staattreuer“ machen. Warum ausgerechnet ein Bundesland, in dem die Grünen regieren, auf einen solchen Blödsinn kommt, bleibt uns ein Rätsel.

Nach unserer Meinung gibt es 3 Wege, um zu verhindern, dass Genossenschaften zur Rettung des taumelnden Konkurrenz-Gebilde (Staat) benutzt werden:

·       Weg mit dem alten Raiffeisen-Bild. Dazu müssen die Genossenschaftsinstitute an den Unis in den allgemeinen Wissenschaftsbetrieb eingegliedert werden. Erst dann entsteht so etwas wie Wissenschaftsfreiheit.

·       Hin zu einer neuen, offenen, staatsfreien Genossenschafts-Idee bzw. Kooperations-Theorie. Auch das geht recht einfach. Wenn es dazu in Deutschland keine Profs. mit „Raiffeisen-Unbedenklichkeits-Bescheinungen“ geben sollte, holt man jemand aus einem anderen EU-Land, z.B. Spanien. Frankreich oder Italien.

·       Einführung von Studiengängen über Kooperationswissenschaft und Kooperationswirtschaft, denn es bedarf dringend solchermaßen ausgebildete (gemeinschaftsorientierter Führungspersonen oder Unternehmer.

Auch wenn diese Kritik euch wohl nicht ganz passt, solltet ihr sorgfältig abwägen, wo ihr wirklich steht. Das ist wichtig für uns zu wissen, denn wir benötigen jetzt unbedingte Klarheit, mit wem es sich überhaupt (noch) lohnt, offren zu diskutieren. Das Ding mit „Raiffeisen“ hat uns rechtzeitig sensibilisiert. …

FragestellerIn: Netzwerk „Kooperations-Gesellschaft““

Wandel-Impulse:

Um es vorweg zu nehmen: Das Thema „Raiffeisen“ ist aus unserer Sicht nicht von so großem Interesse, wie ihr es hinstellt. Lasst es uns so ausdrücken:

·       Der Herr Raiffeisen war damals sicherlich ein rechtschaffener „Gottes-Diener“.

Und wenn ihr bedenkt, was „im Namen irgendeines Gottes“ schon alles auf dieser Welt angestellt wurde (und immer noch wird), dann war Herr „Raiffeisen“ auch nur einer von Vielen, die darauf „angesprungen“ sind und immer noch „anzuspringen“ scheinen. …

Nun kann man die Geschichte immer wieder neu „erfinden“, aber sie ist dennoch „Vergangenheit“. Also lasst den „armen Kerl“ sein, wie er war, wendet euch eher engagiert der Entwicklung einer innovativen Kooperations-Zukunft zu. …

Was macht euch eigentlich sicher, dass nicht recht viel von diesem „alten Gottesbild“ sogar heute noch die Menschen „steuert“; subtil, aber wirksam. …

Sogar der Bundestag hat seine „Gottes-Dienste“.

Eines der größten Missverständnisse liegt darin, dass man Menschen glauben gemacht hat, sie müssten irgendeinem „Gott“ dienen. Das war schon immer ein „Kontroll-Spiel“ und dauert bis heute an. ANGST ist darin das eigentliche Thema.

Und die „Götter“ haben heute vielseitige, ablenkende Namen. Sie nennen sich:

·       „Regierungschefs“, Konzern-Chefs, Arbeitgeber, Banken-Chefs oder sogar „Vorstände in Groß-Genossenschaften, usw.

Gern sehen sich solche „Chefs“ (oder „Führer“) irgendwie als „kleine Götter“.

Aber warum – so sollte man sich fragen – funktionieren diese nette „Spiel um Macht und Machtlosigkeit“ so gut und fast reibungslos?

 Vielleicht weil im tiefsten Inneren der Menschen immer noch eine starke Angst vor „Ungewissheit“ besteht.

Das hat damals auch der Herr Raiffesien sicherlich erkannt. Darauf baute er seine damalige  (genossenschaftliche) „Spielidee“ auf. …

Aber was war der eigentliche Grund, weshalb diese Idee funktionierte, bzw. nur funktionieren konnte?

Raiffeisen formulierte es „unverdächtig“ so:

·       „Was der Einzelne nicht schafft, schafft die Gemeinschaft“.

Der Satz hört sich zunächst recht gut an, deshalb wird er auch heute noch gern „beklatscht“.

Aber welches „Menschen-Bild“ steht dahinter?

·       Eine Opfer- oder eine Gestalter-Rolle? Das „arme Ich“ oder ein kraftvolles „Ich“?

Auch heute leben die meisten Menschen mit der fixen Idee, in einer „Opfer-Rolle“ verankert zu sein.

Wer so „tickt“, sucht immer einen „Gott über sich“ und ordnet sich i.d.R. leicht unter.

Sagt doch mal einem Menschen den Satz:

·       „Auch du bist göttlich“

und warte was dann passiert. …

Jetzt ahnt ihr:

·       Weshalb Wissenschaft bis heute gern die „Quantenphysik“ unterschlägt.

·       Jetzt ahnt ihr auch, warum die Kirchen so etwas nicht sagen.

·       Jetzt erkennt ihr, wie gefährlich für Politik-Staat-Gesellschaft ein Bewusstseinswandel ist, denn der wird auch das (alte) „Gottes-Bild“ bzw.  das (alte) „Menschen-Bild“ gehörig „auf den Kopf“ stellen.

Es geht im Kernbereich bei dem Bewusstseins-Wandel (und damit auch den „Kooperativen Wandel“) besonders um die Frage:

·       WER oder WAS  ist der Mensch wirklich?

Wer dieser Frage nachgeht, erkennt schnell:

·       Menschen sind keine „Opfer“, auch wenn viele Menschen das noch immer glauben

Die Nachwirkungen sind immer noch zu erkennen. …

Inzwischen gibt es deutliche Hinweise, dass Menschen:

·       Sehr wohl alle „Werkzeuge“ besitzen, um ihr eigenes Leben selbst erfolgreich in die „Hand“ nehmen zu können. …

Schon allein, wenn man sich ernsthafter mit dem „Prinzip der Quantenverschränkung“ (Quantenphysik) befasst und dabei erfährt, dass eigentlich (auf Quantenebene) „alles mit allem dauerhaft verbunden ist“. Wer das erkennt, wird die „Opferkarte“ gern zurückgeben. …

So gesehen, „predigte“ Herr „Raiffeisen“ – aus seiner Sicht angemessen - die „Opfer-Rolle“ der Menschen. Das steht jedoch konträr zu den neuen Erkenntnissen, dass:

·       Mit der Kraft der Gedanken, verbunden mit klarer Absicht und festem Glauben an das gewollte Ergebnis ….

Menschen enorme Leistungen zu vollbringen vermögen.

Das deutet ein fatales Ergebnis an:

·       Menschen, die Vertrauen in ihre Fähigkeiten haben, werden Erfolg haben, während Menschen, die das Gegenteil tun, also an sich zweifeln, auch den Misserfolg erfahren werden.

Ob bewusst oder unbewusst, das spielt keine Rolle:

·       Herr Raiffeisen hat den Menschen nicht „gelehrt“, Vertrauen in ihre eigenen Fähigkeiten zu entwickeln.

Eine solche „negative“ Lehre, eine Lehre, die den Menschen das Vertrauen zu sich selbst lehrt, steht komplett im Gegensatz zu dem, was im Zentrum einer Kooperations-Gesellschaft stehen sollte:

·       Selbstbewusste, selbstverantwortliche, selbstorganisierende, souveräne, kreative und zugleich  freie Menschen.

Vereinfacht gesagt, würde das bedeuten:

·       Das Menschenbild des Herr Raiffeisen passt wirklich nicht zu einem  Menschenbild einer Kooperations-Gesellschaft!

Wer nicht bereit ist, das Menschenbild des Herrn Raiffeisen genauer zu prüfen, ob es förderlich oder hinderlich für eine Kooperations-Gesellschaft ist, läuft Gefahr, genau das zu unterstützen, was man eigentlich nicht will:

·       Die Konkurrenz-Gesellschaft!

 

Es geht hier nicht um Kritik, denn das wäre nicht förderlich. Worum es vielmehr geht ist, aus der Sicht eines aktualisierten Menschen-Bildes eine wissenschaftliche und gesellschaftliche Diskussion in Gang zu bringen.

Es muss Klarheit herrschen darüber, was eine Kooperations-Gesellschaft oder eine Konkurrenz-Gesellschaft befördert?

Oder anders gesagt:

·       Für eine Kooperations-Gesellschaft ist es unabdingbar, dass Menschen aus dem „Opfer-Rollen-Spiel“ herauszutreten.

 

Man könnte es auch so formulieren:

 

·       Die Basis, sozusagen die Legitimationsgrundlage für eine Konkurrenz-Gesellschaft, beginnt bei einem  „Menschen-Bild“, das darauf basiert, dass Menschen als „unmündig, schutz- und hilfebedürftig, im weiteren Sinne also als „abhängig“ gesehen werden. Kurzum die „Menschen“ – so wird von Dritten definiert - bedürfen der Hilfe von sich als kompetent ausgebender Strukturen, wie z.B. der Staat oder Verbände.

 

·       Ganz in der Tradition von „Raiffeisen“ verhaftet, übernehmen auch andere Strukturen, wie z.B. Genossenschaften (im alten Sinne) – wenn auch eher unbewusst - diese Aufgaben.

 

Der Schluss ist zulässig, dass solche nach „Raiffeisen-Denke“ funktionierende Genossenschaften, stets die Sympathie eines Staates haben, der kein Interesse an wirklich mündigen Bürgern hat bzw. zu haben scheint.

 

In dieses „Opfer-Rollen-Spiel“ haben sich bisher alle Parteien – früher oder später – selbst eingeklinkt. … Ja, in eher nebensächlichen Dingen „spielt“ man (parteipolitische) „Unterschiede“, aber in der Frage der „Opfer-Rollen“ sind sich wieder alle Parteien einig in dem Grundverständnis:

·       „Menschen brauchen „Führung“.

Deshalb geben wir ihnen diese.

Jede Partei – sonst würde sich dieses „Konkurrenz-System“ auch nicht mehr aufrechterhalten lassen -  sieht, mehr oder weniger die Menschen als unmündige „Opfer“.

Darum ist ein Bewusstseins-Wandel (bzw. ein „Kooperativer Wandel) auch so gefährlich, denn dieser lässt  einen völlig anderen Menschen in Erscheinung treten:

·       Einen Menschen der sich seiner wahren Potenziale und Stärken bewusst ist, der deshalb auch seinen Freien Willen und seine Souveränität nachdrücklich einfordert.

Erst wenn der Ruf nach Freiheit und Souveränität lauter wird und/oder die Menschen dem Konkurrenz-System mutig ihre „Gefolgschaft“ entziehen, können auch (wahre) Genossenschaften entstehen. Das sind Genossenschaften, die sich selbstbewusst jeglicher Staatsaufsicht (mit hohem Anpassungsdruck) entziehen. Sofern oder solange das nicht erfolgt, wäre es angemessen, - neben Genossenschaften - auch auf andere Gemeinschafts-Strukturen daraufhin anzusehen, ob diese mehr Souveränität, d.h. auch mehr Freiheit vom Staat, ermöglichen. …

 

So gesehen könnte man auch durchaus sagen:

·       Es ist für Genossenschaften von entscheidender Bedeutung, das neue Menschenbild zu integrieren.

Dazu wäre etwa folgende Frage zu stellen:

·       Folgt jemand dem „Raiffeisen-Prinzip“, sozusagen der „Mensch ist ein Opfer der Verhältnisse“, dann werden sich darauf aufbauende Genossenschaften (unfreiwillig) als „Konkurrenz-System-Stabilisierer“ anbieten.

·       Folgt jemand nicht dem „Raiffeisen-Prinzip“  sieht sozusagen die Menschen als „kraftvolle Gestalter“ ihres Lebens, dann wird eine solche Genossenschaft sich nicht als „Konkurrenz-Stabilisierer“ eigenen und sich der Perspektive „Kooperations-Gesellschaft“ öffnen.

So gesehen, hat Herr Raiffeisen auch heute noch (s)eine Bedeutung, aber eine andere, als von den „Nachfolgern“ gedacht:

·       Er fungiert wie eine „Weiche“.

Der „Zug“ fährt:

·       Mit dem Raiffeisen-Konzept – weiter in Richtung „Alt-Land“ (Konkurrenz)

oder er fährt:

·       Ohne dem Raiffeisen-Konzept  – nunmehr in Richtung  „Neu-Land“ (Kooperation).

Man könnte es auch so formulieren:

·       Wer pro „Raiffeisen“ votiert, verlängert die „Opfer-Rollen-Spiele“ der Menschen.

·       Wer „Raiffeisen“ ignoriert, ignoriert auch die „Opfer-Rolle“ und, steuert dann in Richtung „Kooperation“.

 

Wir sind sicher, ihr habt gute Kontakte in  Studentenbereiche, zu Hochschulen und Universitäten. Es bedarf jetzt einer konsequenten wissenschaftlichen Orientierung in Richtung „Kooperations-Wissenschaft“ und „Kooperations-Wirtschaft“ (auf hohem Niveau).

Klammert aber bitte nicht voreilig komplett das „Raiffeisen-Konzept“ aus. Man sollte es genauer kennen, um es offen thematisieren zu können.. Studienarbeiten und Promotionen wären dazu recht hilfreich (aber bitte nicht von den „Genossenschafts-Instituten“ an diversen Universitäten, denn die werden z.B. von Banken aus dem „Raiffeisenbereich“ kräftig gesponsert.. …)

Denn nur so kann es gelingen, einer (bisher gern unverstandenen) „Ikone“ die „Gefolgschaft“ zu entziehen …

Uns scheint, im Gegensatz zu vielen EU-Ländern, haben wir in Deutschland den Herrn „Raiffeisen“ noch nicht wirklich begriffen.

Die (fast) unvermeidliche Folge:

·       In Ländern „ohne Raiffeisen“ boomt der Genossenschafts-Sektor, was man für Deutschland – dem „Raiffeisen-Land“ - nun wirklich nicht erkennen kann. …

 

Und wenn ihr wollt:

Gern geben wir euch dazu einige weitere Anregungen …

 

Bewussteins-Wandel ist der „Taktgeber“ für den „Kooperativen Wandel

 

Redaktion: Fachgruppe  GenoGenial im MMWCoopGo Bundesverband der Cooperations- u. Genossenschaftswirtschaft e.V. Wir behalten uns – ausschließlich zum besseren Verständnis – vor, Fragen stilistisch anzupassen. info@menschen-machen-wirtschaft.de

Unsere Experten für Querdenken und Quantenphysik: QuantenInstitut IWMC  (Internationale Wissenschafts-u. MedienCooperation)  info@quanteninstitut.de

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12 September, 2020

Tschüss Raiffeisen – Jetzt wollen wir endlich wirklich kooperieren.


 

Es macht – gerade in der heutigen Zeit – wenig Sinn, standhaft an „alten“ Traditionen festzuhalten, zumal wenn sie „verklärt“ dargestellt werden und – in welcher Variante auch immer – einfach nur noch eine „Belastung“ darstellen. Wer es wagt, an „Denkmälern“ zu rütteln, muss natürlich mit geballter „Gegenwehr“ derer rechnen, die an Veränderung wenig Interesse haben. Gerade die Jüngere Generation hat ein Recht darauf, zu wissen, worum es damals auch ging und worum es heute wiederum zu gehen scheint: Damals war es ein Staat, der sich von der Arbeiterbewegung „bedroht“ sah, heute ist es ein Staat, der sich von einer „Kooperations-Gesellschaft „bedroht“ sieht. So wie man das, worum es wirklich ging, damals nicht thematisiert hat, so scheint es auch diesmal zu sein: Wiederum könnten Genossenschaften dazu herhalten müssen, ein „wackeliges“ Staatsgefüge künstlich am Leben zu erhalten. Und mitten drin steht der Name eines Herrn Raiffeisen. Die Zeit scheint gekommen, sich dieses „Denkmal“ genauer anzusehen. Nicht wegen Korrekturen zu damals, sondern wegen der Wirkung für heute und morgen. Der Kooperative Wandel schreitet unaufhaltsam voran. Besonders die jüngere Generation ist nicht mehr bereit, etwas zu stützen, was gegen die Natur des Menschen wirkt und letztlich die Basis unseres Lebens in Frage stellt. Natürlich ist die Kooperation, unnatürlich ist die Konkurrenz. Und was könnte näher liegen, als jetzt wiederum diesen Herrn Raiffeisen als „System-Retter“ aufzubauen? Genossenschaften funktionieren außerhalb von Deutschland, weltweit und in allen EU-Ländern, hervorragend. Man weiß dort, was den Menschen dient und was Souveränität heißt. Und das sogar ohne „Raiffeisen“. Es lohnt sich vielleicht wirklich, auch in Deutschland „Genossenschaft“ neu zu denken, vor allem sie aus der „Raiffeisen-Klammer“ (Staatsgefolgschaft) endlich zu befreien. Geben wir - besonders den Menschen - ihre Souveränität nicht zurück, werden sie sich diese einfach zurückholen. Doch diesmal werden sie sich von „Raiffeisen“ nicht „täuschen“ lassen. Es geht um einen unaufhaltsamen Bewusstseinswandel, den vor allem die Junge Generation verkörpert. Sie sagen bereits jetzt: „Kooperation Ja – aber Genossenschaft geht anders, wie bisher. Wir werden diesmal ganz gewiss nicht die „Raiffeisen-Falle“ übersehen!   

GenoGenial – So geht Zukunft

Frage-Situation:

Wir haben uns eingehend mit Genossenschaften, weltweit und besonders in Europa und Deutschland befasst. Wir haben vor allem auch in den Annalen von Raiffeisen und Schulze-Delitzsch geblättert. Auch die Schriften von Wilhelm Kaltenborn sind sehr aufschlussreich. Besonders die Zeit des Faschismus ist interessant. Und das hat sich wirklich bis heute irgendwie fortgesetzt. Wenn man das alles verdaut hat und das mit der heute erzählten Story über Herrn Raiffeisen vergleicht, fällt nur eins ein:

·       Weg mit diesem „Staatlichen Speichellecker“.

Wir stellen gern Interessenten entsprechende Belege zur Verfügung, aus denen sehr klar wird, in welchem Sinne Raiffeisen wirklich gearbeitet hat. Jetzt wird uns auch klar, warum man sich vor einer europäischen Vereinheitlichung des Genossenschaftswesens in Deutschland scheut und warum in anderen EU-Ländern man die „Nase“ rümpft, wenn jemand meint, mit „Raiffeisen“ punkten zu können. …

Wir hatten ursprünglich gedacht, mit den in Deutschland bestehenden Genossenschaftsinstituten zusammen zu arbeiten. Aber als wir erfuhren, dass diese Institute von Raiffeisen-Banken finanziert werden, haben wir Abstand davon genommen. Dort wird nur „stromlinienmäßig“ „geforscht“. Als wir im Net recherchierten mit dem Begriff „GenoGenial“, sind wir auf eine Seite von „Raiffeisen-Schüler-Genossenschaften“ gestoßen. Habt ihr damit etwa auch irgendwie? …

Bisher haben wir wirklich gedacht, es ist gut, bei einer Raiffeisen-Bank ein Konto zu haben. Das lässt sich sicherlich korrigieren. …

Wenn das ganze Genossenschafts-Paket in Deutschland immer noch im Raiffeisen-Hurra-Stil läuft, können wir fast garantieren, dass sich kein „Nachwuchs“ für Genossenschaften findet. Der Alterdurchschnitt der Raiffeisenbanken soll bereits zwischen 60 und 70 Jahre liegen. Es gibt wirklich einiges zu tun, um Genossenschaften (wieder) für Studenten und Jugendliche attraktiv werden zu lassen. Soweit wir wissen, will man das Genossenschaftgesetz noch „staattreuer“ machen. Warum ausgerechnet ein Bundesland, in dem die Grünen regieren, auf einen solchen Blödsinn kommt, bleibt uns ein Rätsel.

Nach unserer Meinung gibt es 3 Wege, um zu verhindern, dass Genossenschaften zur Rettung des taumelnden Konkurrenz-Gebilde (Staat) benutzt werden:

·       Weg mit dem alten Raiffeisen-Bild. Dazu müssen die Genossenschaftsinstitute an den Unis in den allgemeinen Wissenschaftsbetrieb eingegliedert werden. Erst dann entsteht so etwas wie Wissenschaftsfreiheit.

·       Hin zu einer neuen, offenen, staatsfreien Genossenschafts-Idee bzw. Kooperations-Theorie. Auch das geht recht einfach. Wenn es dazu in Deutschland keine Profs. mit „Raiffeisen-Unbedenklichkeits-Bescheinungen“ geben sollte, holt man jemand aus einem anderen EU-Land, z.B. Spanien. Frankreich oder Italien.

·       Einführung von Studiengängen über Kooperationswissenschaft und Kooperationswirtschaft, denn es bedarf dringend solchermaßen ausgebildete (gemeinschaftsorientierter Führungspersonen oder Unternehmer.

Auch wenn diese Kritik euch wohl nicht ganz passt, solltet ihr sorgfältig abwägen, wo ihr wirklich steht. Das ist wichtig für uns zu wissen, denn wir benötigen jetzt unbedingte Klarheit, mit wem es sich überhaupt (noch) lohnt, offren zu diskutieren. Das Ding mit „Raiffeisen“ hat uns rechtzeitig sensibilisiert. …

FragestellerIn: Netzwerk „Kooperations-Gesellschaft““

Wandel-Impulse:

Um es vorweg zu nehmen: Das Thema „Raiffeisen“ ist aus unserer Sicht nicht von so großem Interesse, wie ihr es hinstellt. Lasst es uns so ausdrücken:

·       Der Herr Raiffeisen war damals sicherlich ein rechtschaffener „Gottes-Diener“.

Und wenn ihr bedenkt, was „im Namen irgendeines Gottes“ schon alles auf dieser Welt angestellt wurde (und immer noch wird), dann war Herr „Raiffeisen“ auch nur einer von Vielen, die darauf „angesprungen“ sind und immer noch „anzuspringen“ scheinen. …

Nun kann man die Geschichte immer wieder neu „erfinden“, aber sie ist dennoch „Vergangenheit“. Also lasst den „armen Kerl“ sein, wie er war, wendet euch eher engagiert der Entwicklung einer innovativen Kooperations-Zukunft zu. …

Was macht euch eigentlich sicher, dass nicht recht viel von diesem „alten Gottesbild“ sogar heute noch die Menschen „steuert“; subtil, aber wirksam. …

Sogar der Bundestag hat seine „Gottes-Dienste“.

Eines der größten Missverständnisse liegt darin, dass man Menschen glauben gemacht hat, sie müssten irgendeinem „Gott“ dienen. Das war schon immer ein „Kontroll-Spiel“ und dauert bis heute an. ANGST ist darin das eigentliche Thema.

Und die „Götter“ haben heute vielseitige, ablenkende Namen. Sie nennen sich:

·       „Regierungschefs“, Komzern-Chefs, Arbeitgeber, Banken-Chefs oder sogar „Vorstände in Groß-Genossenschaften, usw.

Gern sehen sich solche „Chefs“ (oder „Führer“) irgendwie als „kleine Götter“.

Aber warum – so sollte man sich fragen – funktionieren diese nette „Spiel um Macht und Machtlosigkeit“ so gut und fast reibungslos?

 Vielleicht weil im tiefsten Inneren der Menschen immer noch eine starke Angst vor „Ungewissheit“ besteht.

Das hat damals auch der Herr Raiffesien sicherlich erkannt. Darauf baute er seine damalige  (genossenschaftliche) „Spielidee“ auf. …

Aber was war der eigentliche Grund, weshalb diese Idee funktionierte, bzw. nur funktionieren konnte?

Raiffeisen formulierte es „unverdächtig“ so:

·       „Was der Einzelne nicht schafft, schafft die Gemeinschaft“.

Der Satz hört sich zunächst recht gut an, deshalb wird er auch heute noch gern „beklatscht“.

Aber welches „Menschen-Bild“ steht dahinter?

·       Eine Opfer- oder eine Gestalter-Rolle? Das „arme Ich“ oder ein kraftvolles „Ich“?

Auch heute leben die meisten Menschen mit der fixen Idee, in einer „Opfer-Rolle“ verankert zu sein.

Wer so „tickt“, sucht immer einen „Gott über sich“ und ordnet sich i.d.R. leicht unter.

Sagt doch mal einem Menschen den Satz:

·       „Auch du bist göttlich“

und warte was dann passiert. …

Jetzt ahnt ihr:

·       Weshalb Wissenschaft bis heute gern die „Quantenphysik“ unterschlägt.

·       Jetzt ahnt ihr auch, warum die Kirchen so etwas nicht sagen.

·       Jetzt erkennt ihr, wie gefährlich für Politik-Staat-Gesellschaft ein Bewusstseinswandel ist, denn der wird auch das (alte) „Gottes-Bild“ bzw.  das (alte) „Menschen-Bild“ gehörig „auf den Kopf“ stellen.

Es geht im Kernbereich bei dem Bewusstseins-Wandel (und damit auch den „Kooperativen Wandel“) besonders um die Frage:

·       WER oder WAS  ist der Mensch wirklich?

Wer dieser Frage nachgeht, erkennt schnell:

·       Menschen sind keine „Opfer“, auch wenn viele Menschen das noch immer glauben

Die Nachwirkungen sind immer noch zu erkennen. …

Inzwischen gibt es deutliche Hinweise, dass Menschen:

·       Sehr wohl alle „Werkzeuge“ besitzen, um ihr eigenes Leben selbst erfolgreich in die „Hand“ nehmen zu können. …

Schon allein, wenn man sich ernsthafter mit dem „Prinzip der Quantenverschränkung“ (Quantenphysik) befasst und dabei erfährt, dass eigentlich (auf Quantenebene) „alles mit allem dauerhaft verbunden ist“. Wer das erkennt, wird die „Opferkarte“ gern zurückgeben. …

So gesehen, „predigte“ Herr „Raiffeisen“ – aus seiner Sicht angemessen - die „Opfer-Rolle“ der Menschen. Das steht jedoch konträr zu den neuen Erkenntnissen, dass:

·       Mit der Kraft der Gedanken, verbunden mit klarer Absicht und festem Glauben an das gewollte Ergebnis ….

Menschen enorme Leistungen zu vollbringen vermögen.

Das deutet ein fatales Ergebnis an:

·       Menschen, die Vertrauen in ihre Fähigkeiten haben, werden Erfolg haben, während Menschen, die das Gegenteil tun, also an sich zweifeln, auch den Misserfolg erfahren werden.

Ob bewusst oder unbewusst, das spielt keine Rolle:

·       Herr Raiffeisen hat den Menschen nicht „gelehrt“, Vertrauen in ihre eigenen Fähigkeiten zu entwickeln.

Eine solche „negative“ Lehre, eine Lehre, die den Menschen das Vertrauen zu sich selbst lehrt, steht komplett im Gegensatz zu dem, was im Zentrum einer Kooperations-Gesellschaft stehen sollte:

·       Selbstbewusste, selbstverantwortliche, selbstorganisierende, souveräne, kreative und zugleich  freie Menschen.

Vereinfacht gesagt, würde das bedeuten:

·       Das Menschenbild des Herr Raiffeisen steht dem Menschenbild einer Kooperations-Gesellschaft konträr gegenüber!

Wer nicht bereit ist, das Menschenbild des Herrn Raiffeisen genauer zu prüfen, ob es förderlich oder hinderlich für eine Kooperations-Gesellschaft ist, läuft Gefahr, genau das zu unterstützen, was man eigentlich nicht will:

·       Die Konkurrenz-Gesellschaft!

 

Es geht hier nicht um Kritik, denn das wäre nicht förderlich. Worum es vielmehr geht ist, aus der Sicht eines aktualisierten Menschen-Bildes eine wissenschaftliche und gesellschaftliche Diskussion in Gang zu bringen.

Es muss Klarheit herrschen darüber, was eine Kooperations-Gesellschaft oder eine Konkurrenz-Gesellschaft befördert?

Oder anders gesagt:

·       Für eine Kooperations-Gesellschaft ist es unabdingbar, dass Menschen aus dem „Opfer-Rollen-Spiel“ herauszutreten.

 

Man könnte es auch so formulieren:

 

·       Die Basis, sozusagen die Legitimationgrundlage für eine Konkurrenz-Gesellschaft beginnt bei einem  „Menschen-Bild“, das darauf basiert, dass Menschen als „unmündig, schutz- und hilfebedürftig, im weiteren Sinne also als „abhängig“ gesehen werden. Kurzum die „Menschen“ – so wird von Dritten definiert - bedürfen der Hilfe von sich als kompetent ausgebender Strukturen, wie z.B. der Staat oder Verbände.

 

·       Ganz in der Tradition von „Raiffeisen“ verhaftet, übernehmen auch andere Strukturen, wie z.B. Genossenschaften (im alten Sinne) – wenn auch eher unbewusst - diese Aufgaben.

 

Der Schluss ist zulässig, dass solche – nach „Raiffeisen-Denke“ funktionierende Genossenschaften, stets die Sympathie eines Staates haben, der kein Interesse an wirklich mündigen Bürgern hat bzw. zu haben scheint.

 

In dieses „Opfer-Rollen-Spiel“ haben sich bisher alle Parteien – früher oder später – selbst eingeklinkt. … Ja, in eher nebensächlichen Dingen „spielt“ man (parteipolitische) „Unterschiede“, aber in der Frage der „Opfer-Rollen“ sind sich wieder alle Parteien einig in dem Grundverständnis:

·       „Menschen brauchen „Führung“.

Deshalb geben wir ihnen diese.

Jede Partei – sonst würde sich dieses „Konkurrenz-System“ auch nicht mehr aufrechterhalten lassen -  sieht, mehr oder weniger die Menschen als unmündige „Opfer“.

Darum ist ein Bewusstseins-Wandel (bzw. ein „Kooperativer Wandel) auch so gefährlich, denn dieser lässt  einen völlig anderen Menschen in Erscheinung treten:

·       Einen Menschen der sich seiner wahren Potenziale und Stärken bewusst ist, der deshalb auch seinen Freien Willen und seine Souveränität nachdrücklich einfordert.

Erst wenn der Ruf nach Freiheit und Souveränität lauter wird und/oder die Menschen dem Konkurrenz-System mutig ihre „Gefolgschaft“ entziehen, können auch (wahre) Genossenschaften entstehen. Das sind Genossenschaften, die sich selbstbewusst jeglicher Staatsaufsicht (mit hohem Anpassungsdruck) entziehen. Sofern oder solange das nicht erfolgt, wäre es angemessen, - neben Genossenschaften - auch auf andere Gemeinschafts-Strukturen daraufhin anzusehen, ob diese mehr Souveränität, d.h. auch mehr Freiheit vom Staat, ermöglichen. …

 

So gesehen könnte man auch durchaus sagen:

·       Es ist für Genossenschaften von entscheidender Bedeutung, das neue Menschenbild zu integrieren.

Dazu wäre etwa folgende Frage zu stellen:

·       Folgt jemand dem „Raiffeisen-Prinzip“, sozusagen der „Mensch ist ein Opfer der Verhältnisse“, dann werden sich darauf aufbauende Genossenschaften als „Konkurrenz-System-Stabilisierer“ anbieten.

·       Folgt jemand dem „Raiffeisen-Prinzip“ nicht sieht sozusagen den „Mensch als kraftvollen Gestalter“ des Lebens, dann wird eine solche Genossenschaft sich nicht als „Konkurrenz-Stabilisierer“ eigenen und sich der Perspektive „Kooperations-Gesellschaft“ öffnen.

So gesehen, hat Herr Raiffeisen auch heute noch (s)eine Bedeutung, aber eine andere, als von den „Nachfolgern“ gedacht:

·       Er fungiert wie eine „Weiche“.

Der „Zug“ fährt:

·       Mit dem Raiffeisen-Konzept – weiter in Richtung „Alt-Land“ (Konkurrenz)

oder er fährt:

·       Ohne dem Raiffeisen-Konzept  – nunmehr in Richtung  „Neu-Land“ (Kooperation).

Man könnte es auch so formulieren:

·       Wer pro „Raiffeisen“ votiert, verlängert die „Opfer-Rollen-Spiele“ der Menschen.

·       Wer „Raiffeisen“ ignoriert, ignoriert auch die „Opfer-Rolle“ und, steuert dann in Richtung „Kooperation“.

 

Wir sind sicher, ihr habt gute Kontakte in  Studentenbereiche. In den Hochschulen und Universitäten bedarf es jetzt einer konsequenten wissenschaftlichen Orientierung in Richtung „Kooperations-Wissenschaft“ und „Kooperations-Wirtschaft“ (auf hohem Niveau).

Klammert aber bitte nicht voreilig komplett das „Raiffeisen-Konzept“ aus. Man sollte es genauer kennen, um es offen thematisieren zu können.. Studienarbeiten und Promotionen dazu wären recht hilfreich. …

Denn nur so kann es gelingen, einer (bisher gern unverstandenen) „Ikone“ die „Gefolgschaft“ zu entziehen …

Uns scheint, im Gegensatz zu vielen EU-Ländern, haben wir in Deutschland den Herrn „Raiffeisen“ noch nicht wirklich begriffen.

Die (fast) unvermeidliche Folge:

·       In Ländern „ohne Raiffeisen“ boomt der Genossenschafts-Sektor, was man für Deutschland – dem „Raiffeisen-Land“ - nun wirklich nicht erkennen kann. …

 

Und wenn ihr wollt:

Gern geben wir euch dazu einige weitere Anregungen …

 

Bewussteins-Wandel ist der „Taktgeber“ für den „Kooperativen Wandel

 

Redaktion: Fachgruppe  GenoGenial im MMWCoopGo Bundesverband der Cooperations- u. Genossenschaftswirtschaft e.V. Wir behalten uns – ausschließlich zum besseren Verständnis – vor, Fragen stilistisch anzupassen. info@menschen-machen-wirtschaft.de

Unsere Experten für Querdenken und Quantenphysik: QuantenInstitut IWMC  (Internationale Wissenschafts-u. MedienCooperation)  info@quanteninstitut.de

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